Umfassend ist das Wissen, das sich Fredy Knie junior nach über sechzig Jahren auf, neben und vor den Pferden aneignen konnte. Allerdings ist es nicht das reine Pferdewissen allein, das ihn zu einem homme de cheval macht. Sein Umgang ist geprägt von Achtung und Verantwortung gegenüber dem Tier. Aus Fairness gegenüber dem Pferd will er seine jahrzehntelange Erfahrung weitergeben.
Fordern, aber nicht überfordern
Fordern soll man die Pferde in der Ausbildung, überfordern aber nicht. Denn zu gross ist die Gefahr von physischen und psychischen Schäden. Wer sich an die «Skala der Ausbildung» hält, kann seine Arbeit dauernd überprüfen. Sitz und Einwirkung des Reiters sind ebenso zu fördern wie die Ausbildung des Pferdes.
Gruppenhaltung lohnt sich am meisten
Boomt sie oder boomt sie nun nicht, die Pferdebranche in der Schweiz? Mit 101’097 registrierten Equiden per 11. November 2013 haben wir einen Bestand wie seit 50 Jahren nicht mehr. Beim Grossteil der Hippo-Akteure aber muss trotz wachsendem Bestand die Freude an der Arbeit vor guter Entlöhnung kommen und die Pferdezucht zeigt sinkende Tendenz.
Schlittenfahren ist Gottesdienst
Wer immer einmal in einem Pferdeschlitten sass und durch eine traumhafte Winterlandschaft glitt, wird dieses einzigartige Vergnügen nie vergessen und die hellen Glöckchenklänge im Kontrast zum knirschenden Schnee immer im Ohr behalten. Fuhrhalter Werner Wohlwend ermöglicht Schlittenfahrten in Pontresina.
Multikulti-Pferdewelt
Zahlenmässig lebten in der Schweiz schon bedeutend mehr Pferde. Was aber die Rassenvielfalt betrifft, ist die Palette so bunt wie noch nie. Der Rassenreichtum spiegelt die helvetische Hipposzene.
Swordlestown – klein und erfolgreich
Vom Rennsportvirus infiziert ritt Mariann Kläy als Sechsjährige ihr erstes Ponyrennen. Die Leidenschaft für den Turf führte die Schweizerin auf Umwegen ins Pferdeland Irland, wo sie zusammen mit ihrem Ehemann Des ihr erfolgreiches Kleingestüt Swordlestown Little managt.
Qualitätssicherung nicht gegeben
Tierphysiotherapie ist seit 2008 vom Bund als höhere Fachprüfung anerkannt. Erfolgreiche Absolventen dieser Ausbildung sind berechtigt, sich als «eidg. dipl.» auszuweisen. Eine Qualitätssicherung im fast unüberschaubaren Angebot ist damit jedoch nicht gegeben.
Vom Streichelzoo bis Spitzensport
Was immer wir von den Pferden unter dem Sattel, im Geschirr oder an der Hand verlangen, sie versuchen uns Pferdeverrückten stets ihr Bestes zu geben. Wer im Rahmen von Equus Helveticus zwischen Gestütshof und Rennbahn hin und her pendelte, konnte sich in Avenches an den fast 1000 Pferden davon überzeugen.
Fast ein Viertel aller Pferde über 18 Jahre alt
La Claire de Lune ist ein Schweizer Pferd, braun, 162 Zentimeter gross, weder herausragend schön noch besonders begabt. Alter: 23 Jahre. Ein durchschnittliches Pferd? Mitnichten. Denn selbstverständlich ist es nicht selbstverständlich, dass ein Pferd bei guter Gesundheit in der Schweiz so alt wird und noch dem Alter angepasst geritten wird. La Claire de Lune hat viel Glück gehabt.
